Sonntag, Mai 10, 2009

Susan Andersen - Gefährliche Liebe


Originaltitel: Shadow Dance
Polizist Tristan MacLaughlin wird nach Reno versetzt, um dort die Polizei bei der Aufklärung einer Mordserie an Tänzerinnen zu unterstützen.
Die kühle und reservierte Tänzerin Amanda musste das letzte Opfer des Mörders identifizieren und weckt das Interesse von Tristan. Und sie scheint auch in das Visier des Killers zu geraten. Und dabei hat sie noch mit ihrer familiären Vergangenheit zu kämpfen.
Susan Andersen scheint eine Vorliebe für Hauptpersonen mit sehr unterschiedlichen und widersprüchlichen Charakteren zu haben. Hier ist es ein spröder, emotionsloser Polizist und eine zurückhaltende, kühle Showtänzerin. Die Krimistory ist sehr spannend, wenn sie auch für mich eine wenig überraschende Aufllösung hat. Aber die Liebesgeschichte ist mir ein bißchen zu künstlich in die Länge gezogen. Das Hin und Her am Anfang zwischen den beiden finde ich eher nervig ab einem gewissen Punkt.
Dennoch: eine spannende Unterhaltung, die ich schnell verschlungen habe.
Erster Satz
Das wohlige Gefühl, mit dem Amanda Rose Charles Dienstagmorgen aufwachte, hielt
ungefähr fünfundvierzig Sekunden an.
Letzter Satz
Außerdem wußte sie im tiefsten Inneren ihres Herzens - wie Rhonda so gerne
sagte -, dass, solange sie das hatten, sich der Rest wunderbar von selbst
entwickelte.

Freitag, Mai 08, 2009

Michelle Rowen - Ein bißchen verliebt


Originaltitel: Fanged & Fabulous
Sarah Dearly fällt es nach wie vor schwer, sich an das Vampirsein zu gewöhnen, zumal mehr denn je die Vampirjäger hinter ihr her zu sein scheinen. Sarah findet heraus, dass ein erfundenes Gerücht, sie allein hätte etliche Jäger auf dem Gewissen ihr einen gewissen Ruf eingebracht hat und nun ist sie ein begehrtes Opfer aller Jäger. Doch auch Vampire können ihr gefährlich werden. Wer also hat es auf ihr Leben abgesehen und dafür sogar ihre Wohnung in die Luft gejagt?
Und ganz nebenbei stellt sich heraus, dass es nicht einfach ist, das Herz von Thierry, ihrem Vampirmentor, zu erobern. Er verhält sich sehr widersprüchlich und Sarah kommt in Versuchung dem ehemaligen Vampirjäger und jetzigem Vampir, Michael, eine Chance zu geben.
Der erste Band hat mich noch ein bißchen an die Vampirbücher von Mary Janice Davidson erinnert, doch dieser zweite Band hat sich davon nun noch ein wenig mehr entfernt. Gefährlicher, brutaler und ein wenig düsterer würde ich diese Reihe beschreiben. Aber doch noch mit dem Hauch Chicklit-Charakter. Mir gefällt es ganz gut, auch wenn ich das Ende eine Spur zu schmalzig fand für meinen Geschmack. Aber ich bin gespannt auf Teil 3, zumal mir noch nicht ganz klar ist, um wen oder was es da gehen soll, denn die Geschichte von Sarah scheint irgendwie zu Ende erzählt.
Erster Satz
Joggen ist ein toller Sport.
Letzter Satz
Es klang wie ein Versprechen.

Sonntag, Mai 03, 2009

Julia Spencer - Fleming - Das dunkle Netz der Rache



Originaltitel: To darkness and to death

Eigentlich sollte die Pastorin Clare sich auf den Besuch des Bischofs vorbereiten. Stattdessen schließt sie sich einem Suchtrupp an, die auf der Suche ist nach der jungen, reichen Erbin Millie van der Hoeven ist. Die verschwand bei einem Spaziergang am Vorabend des Verkaufs ihres großen Waldgebietes, dass einem Holzkonzern mit Nutzungsrechten für eine Umweltorganisation übergeben wird.
Als dann die Freundin von Millie verletzt im Wald gefunden wird, wird es auch ein Fall für die Polizei und die Ereignisse fangen an sich zu überschlagen: viele in der Stadt scheinen ein Interesse daran zu haben, dass der Vertrag nicht unterschrieben wird und Millies Verschwinden könnté damit zusammenhängen.
Und nebenher müssen die Pastorin und der Polizeichef auch noch mit der inzwischen ausgesprochenen Zuneigung zueinander zurecht kommen.

Der vierte Teil der Millers Kill Serie rund um die Pastorin Clare hat mich sehr überrascht.
Im Gegensatz zu den vorherigen Krimis ist man hier als Leser nicht aus der Perspektive des unwissenden ermittelnden unterwegs, sondern bekommt die Geschehnisse in chronologischer Abfolge aus vielen Perspektiven mit. Die ganze Handlung beschränkt sich auf knapp 24 Stunden. Die Spannung, die sich daraus ergibt ist dieses Mal nicht das wer-wars? sondern das wohin-entwickelt-es-sich?. Und das ist ausgesprochen spannend. Das Beziehungsnetz ist sehr dicht und verwoben und viele Interessen stoßen aufeinander. Damit ist das ganze sehr komplex. Die Autorin hat es sehr detailverliebt ausgearbeitet und überlässt nichts dem Zufall. Sehr gut gefallen hat mir auch die chronologische Form und unvergleichlich spannend war der Showdown. Für mich persönlich war es einer der besten Romane der Autorin.
Die Beziehung von Clare und Russ hat ja schon mit dem Ende des Vorgängerteils eine neue Wende genommen und entwickelt sich in diesem Teil auch noch ein wenig. Aber hier gelingt es der Autorin die Spannung auf den nächsten Teil aufrecht zu erhalten.
Allerdings muß ich bedauern, dass der Verlag bislang keine Anstalten macht, Teil 5 in Deutschland zu veröffentlichen.


Erster Satz
Kälte.

Letzter Satz


Sie stimmte ein, ihr Alt summte über seinen Bariton, die Ärmel seiner
Smokingjacke fielen über ihre Hände, und die tanzten unter dem Novembermond zu
trauriger, süßer Musik, die sie selbst hervorbrachten
.

Mittwoch, April 29, 2009

Sandra Brown - Eisnacht


Originaltitel: Chill Factor
Ein Mädchenmörder treibt in der kleinen Stadt Cleary sein Unwesen. Es verschwinden immer wieder Frauen. Und FBI und die ortsansässige Polizei stehen vor einem Rätsel. Der Polizeichef von Cleary Dutch Martin, hat darüberhinaus noch mit seiner Scheidung zu kämpfen. Er räumt mit seiner Ex-Frau die gemeinsame Hütte in den Bergen und schafft es noch vor dem Einbruch eines schlimmen Eissturms in die Stadt zu kommen. Lilly bleibt zu lange auf dem Berg und gerät mitten hinein. Durch die Glätte hat sie einen Autounfall und verletzt den Wanderer Ben Tierney. Gemeinsam retten sie sich auf die Hütte, wo sie vom Eissturm eingesperrt werden. Und auch Gefühle kommen auf, bis Lilly in Bens Rucksack ein blaues Band findet - genau so eines, wie auch bei den Leichen der Frauen gefunden wurde. Und auch das FBI glaubt in Tierney den Mörder gefunden zu haben und macht sich auf nach Cleary. Ist Ben für Lilly die Rettung vor dem Eissturm oder ist er ein Mörder und sie ihm ausgeliefert? Nicht nur auf dem Berg spitzt sich die Situation zu.
Spannung pur, wie ich es von Sandra Brown erwartet habe. Aber so manches war mir ein Tick zu viel in diesem Thriller. Die Autorin führt den Leser zunächst gekonnt an der Nase herum.
Allerdings finde ich so manche Person in dem Roman fast ein wenig lieblos gestaltet. Das Hin und Her auf der Hütte ist für meinen Geschmack irgendwann zu viel - und vor allem der große Show down am Schluß ist mir wirklich zu viel.
Ich finde, dass Sandra Brown es deutlich besser kann und war dann letzlich doch ein kleines bißchen entäuscht.
Erster Satz
Das Grab war nur ein Provisorium.
Letzter Satz
Er hatte bereits eine zweite Chance gewährt bekommen, alles richtig zu
machen.

Mittwoch, April 15, 2009

Susan Andersen - Immer Ärger mit den Männern


Originaltitel: Be my Baby
Juliet Astor Lowell, Tochter aus gutem und sehr reichem Haus, bereitet für die Firma ihres Vaters in New Orleans eine Hoteleröffnung vor. Das scheint einigen ein Dorn im Auge und ein merkwürdiger Drohbrief wird von ihrem Vater als bedrohlich genug aufgefasst, um die Polizei von New Orleans zu veranlassen ihr einen Bodyguard zur Seite zu stellen. Der dafür auserkorene Polizist Beau Dupree ist von diesem Job nicht gerade begeistert. Juliet scheint eine typisch wohlerzogene Oberschicht- Zicke zu sein und er hat mit einem Fall eines Frauenbelästigers, der sich auch eine seiner Schwestern als Opfer ausgesucht hat, besseres zu tun. Er läßt nichts unversucht ihren Chef und Juliet davon zu überzeugen, dass er als Bodyguard ungeeignet ist.
Doch dann gibt es merkwürdige Unfälle und es stellt sich heraus, dass es wirklich jemand auf Juliet abgesehen hat. Beau merkt, dass er mit diesem Job doch am richtigen Platz ist und stellt auch fest, dass hinter der Fassade des braven Mädchens auch noch eine interessante Frau steckt.
Sehr, sehr spannend! Für mich war das ein guter Krimi mit spannender Handlung und einer netten Liebesgeschichte.Gegensätzlicher wie Juliet und Beau können Menschen kaum sein und das macht den Reiz an der Liebesgeschichte aus.
Leider wird von der Autorin für meinen Geschmack viel zu früh verraten, wer sich hinter den Anschlägen verbirgt und auch die andere kleine Krimigeschichte ist wenig überrachend.
Die Spannung der Geschichte kommt eher aus der Entwicklung der Beziehung der Personen.
Aber auf jeden Fall macht es mir Lust darauf noch etwas mehr von der Autorin zu lesen.
Erster Satz
Juliet Rose Astor Lowell blieb im Schatten der Marmorsäulen vor dem
Polizeirevier des achten Bezirks stehen, betupfte sich diskret mit dem
Handrücken die Stirn, atmete tief ein und langsam
wieder aus.
Letzter Satz
"Genauso sehe ich das auch"

Freitag, April 10, 2009

Kat Martin - Gefährliches Paradies


Originaltitel: Deep blue
Hope Sinclair ist Journalistin und einem Entmietungsskandal eines New Yorker Wohnhauses für die kleine New Yorker Zeitung, für die sie arbeitet, auf der Spur, als sie überraschend einen neuen Auftrag bekommt: sie soll für Adventure Magazin über eine Schatzsuche in der Karibik berichten. Kaptain Connor Reese sind dort auf der Suche nach einem mit Gold und Silber beladenen Schiffswrack. Und Connor ist wenig begeistert, dass er nun eine Journalistin an Board hat. Er will die Publicity nicht, die die Suche gefährdet und auch die Frau nicht, die seine Ruhe und Zielstrebigkeit gefährdet.
Doch dann scheint nicht nur die Schatzsuche, sondern auch ihr Leben gefährdet.
Es ist ein richtig typischer Liebesroman mit allem, was dazu gehört: Liebe und Leidenschaft, Abenteuer und Spannung. Vor allem der spannende, abenteuerliche Teil der Geschichte hat mir gefallen. Allerdings ging mir die Hauptperson Hope doch stellenweise sehr auf den Nerv, weil sie mir ein bißchen unausgegoren wirkte: mal tough, mal hilflos... so richtig warm bin ich mit ihr nicht geworden.
Erster Satz
"Oh mein Gott!"
Letzter Satz
Sie war sich sicher, dass ihr das größte Abenteuer noch bevorstand.

Mittwoch, April 01, 2009

Jennifer Crusie, Eileen Dreyer, Anne Stuart - Einfach bezaubernd


Originaltitel: The unfortunate Miss Fortunes

Die drei Schwestern Dee, Lizzie und Mare sind seit ihrer Jugend auf sich allein gestellt und sie sind auch Hexen. Auf ihren Fersen ist ihre eigene Tante, die ein großes Interesse an ihren Zauberkräften hat. Die drei versuchen ein unauffälliges Leben zu leben und der Tante aus dem Weg zu gehen.
Doch ihre Zauberkräfte und ihre Herzen haben sie nicht unter Kontrolle. Denn eines schönen Tages tauchen drei Männer in ihrem leben auf, die sich nicht nur als ihre Traummänner entpuppen, sondern auch als von der Tante geschickt.

Die Idee und der Klappentext des Buches haben mich neugierig gemacht und mir erst mal Lesespaß versprochen. Leider blieb der erst mal ein bißchen auf der Strecke und das Lesen zog sich nun über fast drei Wochen hin. Ich glaube, es lag weniger an der Geschichte, wie an der Tatsache, dass drei Autorinnen sich hier gemeinsam versucht haben, dass die Charaktere und die Handlung recht verworren waren am Anfang, sich das ganze sehr hinzieht und nicht so recht Spannung aufkommen wollte. Bis etwa über die Hälfte des Buches habe ich mich ein bißchen gequält, danach ging es langsam. Aber das Sprichwort, dass viele Köche den Brei verderben, hat sich für mich hier bestätigt.
Es ist schade, denn wie gesagt, die Idee des Buches ist gut und die Handlung hätte mehr geboten.

Erster Satz
In ihren abgetragenen blauen Shorts eilte Mare Fortune die heimische Treppe
hinunter, da wurde die Haustür von einem heftigen Windstoß aufgerissen und eine
Wolke kupferfarbener Staubes wirbelte ins Haus.

Letzter Satz
"Damit bin ich einverstanden", erwiderte Crash, startete und fuhr sie alle
drei den Berg hinunter.